Zurück ins Leben finden

Einen einzigartigen Einblick in die Erfahrung mit Depression und Angst bekamen die zahlreichen Gäste am 9. April 2019 von Viktor Staudt. Viktor Staudt, 1969 geboren, studierte Jura und arbeitete zehn Jahre für eine Fluggesellschaft.  Er war jung, trieb viel Sport und stürzte sich regelmäßig ins Nachtleben. Auf den ersten Blick ging es ihm gut, aber sein Leben wurde von Angstattacken und Depressionen beherrscht.

Ausweg mehr sah, beschloss  er, sich vor den Zug zu werfen. Viktor Staudt hat überlebt – aber er verlor seine Beine. Erst nach diesem tragischen Geschehen wird die richtige Diagnose der Borderline-Persönlichkeitsstörung gestellt, und er erhält Medikamente, die ihm halfen.

„Lösungen gibt es nur, wenn man anfängt, persönlich über seine Probleme zu reden“, und so hält Viktor Staudt nach seinem Selbstmordversuch und erfolgreicher Therapie Vorträge und veranstaltet Workshops, er entschied sich für ein besseres und selbstbewusstes Leben. Mit seinem Thema hat er ein internationales Publikum erreicht und gibt denen eine Stimme, die nicht mehr über ihre Krankheit reden können.

„Hätte ich damals eine solche Geschichte gelesen, so hätte ich mir extra Zeit genommen, um eine Entscheidung zwischen Leben und Tod zu treffen“, so Staudt.