Therapie und Behandlungskonzepte

Depressionen / Angst

Nicht nur vom Erleben des Betroffenen her, sondern auch objektiv gesehen ist die Depression eine schwere, mitunter lebensbedrohliche Erkrankung. Es besteht die Gefahr des Suizidversuchs und des Suizids (Selbsttötung). Die Mehrzahl der Patienten mit schweren Depressionen haben zumindest Suizidgedanken.
Dabei sind Depressionen sehr gut behandelbar. Eine Kombination aus Psychotherapie (z.B. nach Beck) mit medikamentöser Behandlung und sorgfältig abgestimmte begleitende Therapien führen in der Regel zum Erfolg. Meist kommt es schon nach 2-4 Wochen intensiver Behandlung zu einer durchgreifenden Linderung der Beschwerden. Zunächst ist oft eine stationäre Behandlung sinnvoll. Anschließend kann in der zweiten Phase die Therapie ambulant fortgesetzt werden.
Den Depressionen in einigen Bereichen verwandt sind die Angststörungen. Ängste treten dabei in bestimmten Lebensbereichen oder Situationen oder ganz ohne erkennbaren Grund auf. Wird die Angst zu dominierend, können alltägliche Angelegenheiten wie Einkaufen, Arbeiten etc. zum unlösbaren Problem werden. Dann ist eine Behandlung im psychiatrischen Krankenhaus sinnvoll. Das Therapiekonzept umfasst neben sehr wirksamen Psychotherapieverfahren (insbesondere Verhaltenstherapeutische Verfahren) eine medikamentöse Behandlung.

Bipolare Störungen

Bei den so genannten bipolaren Erkrankungen treten manische und depressive Phasen im Wechsel auf. Die Patienten erleben sich mal extrem leistungsfähig und erfolgreich, ein anderes Mal sind sie völlig kraftlos, ohne jeden Lebensmut und zu keiner Freude fähig. Nicht selten spielen dann auch Gedanken an den Tod eine zentrale Rolle.
Durch eine kombinierte Behandlung mit individuell angepassten Medikamenten, Psychotherapie und begleitenden Maßnahmen kann die Dauer einer Krankheitsphase verkürzt werden. Auch die Häufigkeit und Schwere späterer Krankheitsphasen wird so gemindert.

Psychosen

Psychosen können ernsthafte Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen haben. Nicht selten besteht bei einer Psychose zusätzlich ein Missbrauch von Alkohol oder anderen Drogen. Diese Situation wird als „Doppeldiagnose“ bezeichnet. Sie erfordert selbstverständlich eine Therapie, die auf beide Aspekte gezielt eingeht.
Bei Verdacht auf das Vorliegen einer Psychose sollten die erforderlichen Untersuchungen in einem psychiatrischen Krankenhaus erfolgen. Die unter Umständen danach erforderliche Behandlung erfolgt auch zunächst am besten unter stationären Bedingungen. Die Behandlungsdauer wird dadurch oft verkürzt und eine verlässliche weitere Therapie-Planung ermöglicht. Im weiteren Verlauf kann die Behandlung dann ambulant erfolgen.
Moderne Behandlungsverfahren zeigen eine verlässliche Wirksamkeit. Sie bieten einen wirksamen Schutz vor einem möglichen Rückfall. Die unerwünschten Wirkungen sind gering oder nicht vorhanden.

Suizidalität

Es kann Situationen geben, in denen ein Mensch so verzweifelt ist, dass er erwägt, sich selbst zu töten. Ursachen können Schicksalsschläge, Probleme in der Partnerschaft, Arbeitslosigkeit und nicht selten auch psychiatrische Erkrankungen sein. Oft kommen mehrere Probleme gleichzeitig zusammen.
In solchen Krisen sollte man sich Hilfe von anderen Menschen holen. Erste Ansprechpartner können gute Freunde, ein Seelsorger oder auch der Hausarzt sein. Ebenso ist es jederzeit möglich, sich in einem psychiatrischen Krankenhaus vorzustellen. Dort erhält man Hilfe von Menschen, die sich mit ähnlichen Krisen auskennen. Sie haben Erfahrung darin, was in einer ausweglos scheinenden Situation vielleicht hilfreich sein kann. Aus diesem Grunde gibt es an der Klinik Königshof ein Kompetenzteam Suizidalität.

Krisenintervention

Jeder Mensch kann in eine Krise geraten, die ihn in seinen Grundfesten erschüttert. Dies kann Folge einer Verkettung von Lebensumstände sein und auch bei schweren psychiatrischen Krankheiten auftreten. Die Klinik Königshof bietet eine auf die jeweilige Situation ausgerichtete, individuelle Hilfe.
In bestimmten Fällen beginnt die Behandlung am besten auf unserer geschützten Kriseninterventionsstation St. Michael. In anderen Fällen ist von Anfang an eine offene Station, eine Behandlung in der Tagesklinik oder eine ambulante Behandlung passender. Ein kombiniertes Therapiekonzept aus psychotherapeutischen, familientherapeutischen, medikamentösen, ergotherapeutischen und sporttherapeutischen Maßnahmen führt in der Regel zum Ziel. Stabilisierung, eine Aufdeckung der verursachenden Faktoren und eine Zukunftsplanung, in der die Gesundheit wieder im Vordergrund steht, stehen im Mittelpunkt.

St. Augustinus KlinikenUnsere EinrichtungenIhre Meinung

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit

Um unsere Leistungen zu verbessern, sind wir auf Ihre Rückmeldung angewiesen. Wir freuen uns auf Ihre Meinung oder Ihre Anregungen und werden Sie schnellstmöglich beantworten.